auto-kultur-werkstatt (akw)

Land - Schafft - Geschichten

Liz Crossley, Berlin

09.10.2020 (Fr), 18.00–24:00: Vernissage im Rahmen von Artur! 11,  Bielefelder Galerie-Hopping (PDF)
10.10., 17.10., 24.10., 31.10.10.,15.00–18.00: Ausstellung

Zur Vernissage:
Künstlerinnengespräch mit Irene Below, Kunsthistorikerin (Werther)


Liz Crossley zeigt eine Auswahl von Arbeiten, die anschaulich machen, wie sie sich ausgehend von der Diamantenstadt Kimberley, ihrem Geburtsort in Südafrika, immer wieder in Wort und Bild mit der heimatlichen Landschaft, ihrer Geschichte und den Themen Kolonialismus und Kapitalismus beschäftigt hat und die Besucher*innen durch partizipative Strategien daran beteiligt.

Wir freuen uns sehr, Liz Crossley in der akw begrüßen zu können. Es ist ihr zweiter Besuch in Bielefeld. Sicherlich erinnern sich einige an die Künstlerin und ihre eindrucksvolle Installation zu der bedeutenden südafrikanischen Expressionistin Irma Stern 1996 in der Kunsthalle Bielefeld.

Wir haben die heute in Berlin lebende Künstlerin eingeladen, weil uns zunehmende gesellschaftliche rassistische Tendenzen und die Gewalt gegen Fremde und Farbige und deren historische Wurzeln beunruhigen. Mit dem Aufsetzen einer „Black Lives Matter“-Maske wollen wir es nicht getan sein lassen. Wir wollen Genaueres über den europäischen Kolonialismus und seine weltweiten Folgen bis heute erfahren.

Die in der Diamantenstadt Kimberley (Südafrika) geborene Künstlerin hat sich immer wieder mit ihrer heimatlichen Landschaft, ihrer Geschichte und den Themen Kolonialismus und Kapitalismus beschäftigt. Für ihre Methode der Reflexion verschiedener kultureller Traditionen, mit denen sie durch Herkunft, durch Migration und Interesse verbunden ist, fand ein Kritiker das treffende Wortspiel „Cross-Cultural Crossley“.

Irene Below, Kunsthistorikerin aus Werther, hat mit Liz Crossley Südafrika auf Irma Sterns Spuren bereist und wird mit ihr über die ambivalente Situation der politisch engagierten Künstlerin zwischen zwei Welten und über ihre die/den Betrachter*in häufig mit einbeziehende Kunst sprechen.