Bielefelds vergessene Geschichten von Mauern und Pfosten
Fotografien und Texte von Michael Zimmer (Bielefeld)
12.12.2015 (Sa), 18.00: Vernissage
13.12.2015 (So), 15.00–18.00: Ausstellung

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der Zauber der
vergessenen Botschaften entfaltet sich bei einem Spaziergang
durch die Bielefelder Altstadt. Die beste Lebensgefährtin von
allen und ich stoßen auf eine Suchanzeige: Saxophon verloren.
Das macht neugierig. Wie kann man ein Saxophon verlieren? Die
Dinger sind nicht gerade klein.
Nach dem Lesen des Anzeigentextes frage ich mich: Was hat
der arme Kerl nur getrunken oder geraucht? Das will ich auch!
Von nun an sehe ich überall in der Stadt Botschaften, an
Verteilerkästen, Lichtmasten, Hauswänden. Es sind Graffitis,
Sticker, handgemalte Zettel, teils professionell, teils
amateurhaft, teils mit verständlichen Botschaften, teils
kryptisch, teils aktuell, teils obsolet. Irgendwann reift der
Entschluss, sie fotografisch in Szene zu setzen. Am 19. Mai
2014 starte ich mit den ersten Aufnahmen.
Verzichtet habe ich dabei auf Commercials und auf
Auftragsgrafitti, also auf alles, was augenscheinlich mit
Erlaubnis der Eigentümer den öffentlichen oder öffentlich
einsehbaren Raum mehr oder weniger verschönert. Mich reizt
mehr das Untergründige.
Zu sehen gibt es eine willkürliche Auswahl: Skurriles,
Politisches, Lustiges, garniert mit Gedanken und kleinen
Geschichten zur Entstehung.
