In dem Projekt TAT – UNTAT werden sehr ungewöhnliche
Klangkomponenten zusammengestellt: Die Text-Künstlerin Anna
Bella Eschengerd kreiert im Moment der Aufführung
Wortassoziationen, Gedankensprünge, insistierende Sprüche und
eigenartige Stimmklänge – eine extreme Art der Poesie.
Marcus Beuter sammelt Originalaufnahmen von Menschen, Maschinen
und Ereignissen quer über den Globus und bringt diese mit
seinem Laptop als Fragmente im O-Ton oder verfremdet ins Spiel.
Willem Schulz agiert mit seinem Cello im Raum, benutzt es als
Objekt oder als Werkzeug oder spielt es in anderen Sequenzen
auch in klassischer Weise.
Unter dem Gesichtspunkt „Kunst ist Wirklichkeit“ stellen
die drei ihre „Taten“ wie Objekte in den Raum, um ihn damit
zu einer neuen Realität zu verwandeln. Selbst die „Untat“,
das Nicht-agieren ist wahrnehmbare Wirklichkeit. Durch eine
spannende Inszenierung, in der auch das Publikum seinen Platz
findet, vermittelt das Projekt eine sehr besondere
Kunsterfahrung.

Anna Bella Eschengerd – Worte, Stimme, SpontanPoesie
Markus Beuter – Fragment-Recording und Laptop
Willem Schulz – Cello-Performance