Dada-Performance
27.11.2021 (Sa), 19.00
verschoben aufs Frühjahr
12.03.2022 (Sa), 19.00
Die Schauspielerin Veronika Nickl (Bochum) und der
Schlagzeuger Mickey Neher (Wuppertal) bringen mittels
Sprache, Gesang und Percussion die Texte von Kurt
Schwitters, Hugo Ball, Hans Arp, u.a. sowie explizit der
Dadafrauen Emmy Hennings und Baronin Elsa von
Freytag-Loringhoven zum Blühen. Auf kongeniale Weise
spürt das Duo den Gefühlslagen zwischen Himmel und Hölle
nach und zaubert Charme und Chaos, Schmerz und Lust der
Dadaist*innen auf die Bühne. Die elementare Antwort auf
den Wahnsinn der Zeit.
Einführung: Brigitte Siebrasse, Journalistin
(Bielefeld)
Gefördert vom Kulturamt Bielefeld
Eintritt: 10 € / 8 €
Anmeldung erbeten
Ausgelöst durch die Schlächtereien des ersten
Weltkrieges, jener „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“,
entstand bereits 1914 die Dada-Bewegung in Europa und
den USA – mit ihren bewussten künstlerischen
Provokationen, ihrer berühmt-berüchtigten Antikunst, um
dem Wahnsinn der Zeit künstlerisch neu zu begegnen. Es
war ein subversives Spiel, angesiedelt zwischen Himmel
und Hölle, das den Anspruch hat(te), die Menschen zu
heilen. Auch wenn dieses hehre Ziel bekanntlich bis in
unsere heutige Zeit unerreicht bleibt.

Die Schauspielerin Veronika Nickl ist seit 16 Jahren
Schauspielerin im Bochumer Ensemble. Ihr musikalischer
Begleiter Mickey Neher ist bekannt u.a. als Schlagzeuger
und Percussionist von Wiglaf Drostes
„Spardosen-Terzett“. In einer virtuosen Performance
wagen es die namhaften Bochumer Akteure, diese Antikunst
wieder zum Blühen zu bringen und uns zum Nachdenken
anzuregen. In ihrem Gepäck sind frappierend aktuelle
Dada-Textklassiker wie die von Hans Arp, Hugo Ball, Kurt
Schwitters, Tristan Tzara und Emmy Hennings. Beide
akw-Gäste lenken ihr Augenmerk aber auch auf die immer
noch zu entdeckende grandiose Außenseiterin, die
fulminante Dada-Baroness und Kunstpionierin Elsa von
Freytag-Loringhoven, und dies nicht nur aus Gründen des
Geschlechterausgleichs.
Gönnen Sie sich unbedingt diesen vergnüglichen,
unterhaltsamen, aber auch aufklärerisch bis nachdenklich
intendierten Abend, der uns gerade in Corona-Zeiten und
den neuen humanen Krisen daran erinnert, dass sich ohne
Schönheit, Fantasie und Kreativität nicht gut leben
lässt.
Wir danken dem Kulturamt Bielefeld für die Förderung
dieser Veranstaltung.
